KUNST, KULTUR UND MEDITERRANE KÜCHE
im "Parco Nazionale del Cilento e Vallo di Diano"

Die Wiege unserer abendländischen Kultur steht in den als "Magna Graecia" - dem antiken Großgriechenland - bezeichneten Regionen Unteritaliens. Und das Cilento mit seinen beiden altgriechischen Städten Poseidonia und Elea - heute Paestum und Velia - wird gerne als kulturelles Herz der "Magna Graecia" bezeichnet.

Reisen heißt heute mehr als "nur" Denkmäler und Landschaften betrachten, reisen heißt teilnehmen am "Anderssein der Anderen". Und das Cilento ist eine kulturelle Fundgrube für alle, die in ihrem Urlaub ein Stück "echtes" Italien erleben möchten. Lebensweisen und Bräuche der Antike leben fest verankert in der cilentanischen Volkskultur weiter. Nicht zu vergessen die kulinarischen Traditionen! Das Mahl im Familien- und Freundeskreis ist der Mittelpunkt allen gesellschaftlichen Lebens. Und die historisch vielgerühmte Gastfreundschaft der Cilentani ist sprichwörtlich!

Mozzarella, soppressata, "maccaruni fatti", alici marinate, la "pizza chiena" - das Cilento bietet eine reichhaltige Speisekarte. In Anbetracht der natürlichen Zutaten und deren schonender Zubereitungsart gilt die cilentanische Küche als Basis der "cucina mediterranea". Wer in die cilentanischen Kochtöpfe geschaut hat, hat einen Blick in die griechisch-römische Kultur getan. Und die alten Griechen und Römer verstanden sich auf Genuß!

Nachfolgend haben wir einige Tipps für Entdeckungsfahrten "auf eigene Faust" zusammengestellt, die Ihnen in Ihrem Urlaub eine Einblick in die Kunst, Kultur, Geschichte und mediterranen Tafelfreuden des Cilento geben. Sie brauchen nur ein Auto und eine gute Strassenkarte; Wanderkarten gibt es im Cilento noch nicht, derzeit in Vorbereitung ist ein Wanderführer in deutscher Sprache der "Comunità Montana Alento Monte Stella" für das Gebiet des Monte Stella.

Die Organsiation Ihres Ausflugs und die Anmeldungen übernehmen wir auf Anfrage, weitere Informationen und Auskünfte bekommen Sie gerne und jederzeit von uns, und natürlich haben wir noch viele Vorschläge und Tipps in der Schublade ...

Kunstschätze und biologischer Mozzarella

"Getsemani" und die "Madonna del Granato" - zwei Wallfahrtsorte, die sowohl von ihrer Lage als auch von ihren Kunstschätzen her dem Besucher einen Einblick in die Kunstgeschichte, Tradition und Naturschönheit des Cilento bieten. Versetzt der erste mit seinen Mosaiken und seinem Kreuzweg, bestehend aus großen, beeindruckenden Wandreliefs aus Keramik verschiedener Künstler Kampaniens, den Besucher in Erstaunen, so tut es der zweite mit einer gelungenen Restaurierung, einer wertvollen Mosaik-Kanzel, der Statue der "Madonna del Granato", die gleich der Göttin Hera den Granatapfel trägt, und einem unvergleichlichen Panorama über die Ebene von Paestum ... und nach soviel Kunst und Natur geben wir uns leiblichen Genüssen hin. Wir besuchen die einzige biologische Büffelmozzarella-Käserei Süditaliens und kosten in der Bar-Yoghurteria herrliches Eis und Yoghurt aus Büffelmilch ...
Empfohlene Zeit: früher Vormittag
Organistion: unerlässlich eine rechtzeitige Anmeldung des Besuches im Caseificio, das ohne Führung nicht besichtigt werden kann; die Führung kann in englischer Sprache gehalten werden.
Fahrt: von Santa Maria di Castellabate in nördlicher Richtung auf der SS18 bis Ausfahrt Capaccio-Roccadaspide; es geht bergan, die Wallfahrtsorte sind ausgeschildert. Die Rückfahrt in die Ebene von Paestum führt in das Caseificio VANNULO, das man nach ca. 1 ½ km längs der SS18 linkerhand in Richtung Agropoli findet. Nach der Stärkung empfiehlt sich der Besuch der Tempelanlagen und des Museums von Paestum.
Dauer: halbtags, mit Paestum ganztags


Altgriechisches Velia und die "Blaue Grotte" von Palinuro

Die traumhafte cilentanische Küste in südlicher Richtung entlang fährt man die SS 267 über den für sein Olivenöl bekannten, an den Berghang gebauten romantischen Ort Pisciotta nach Palinuro. Dort geht`s an den Hafen hinunter, man findet leicht die Boote, die in die berühmten Grotten fahren. Man schippert rund um das Kap von Palinuro zu den verschiedenen Grotten, die nur vom Meer aus zu erreichen sind: Blaue Grotte, Blutsgrotte, Mönchsgrotte, Silbergrotte, Knochengrotte, bestaunt den "arco naturale" und träumt in der Bucht "des süßen Schlafs" ... Ein Erlebnis in Ihrem Urlaub im Cilento! Achten Sie bitte auf das Wetter, bei erhöhtem Meergang können die kleinen Boote nicht in die Grotten einfahren. Ein "Ersatz" kann aber der Aufstieg zum Leuchturm sein, von dem aus man bei klarer Sicht das herrliche Panorama bis nach Kalabrien genießt. Nach einem kleinen Imbiß geht`s zurück nach Velia. Xenophanes, Paramenides und Zenon, geistige Vorbereiter der klassischen griechischen Philospophie Platons und Aristoteles legten im 5. Jh.v. Chr. mit ihrer Philosophenschule der Eleaten den Grundstein zur Blütezeit Velias ...
Empfohlene Zeit: früher Vormittag
Organsiation: Kurzfristige Anmeldung der Grottenfahrt am Hafen in Palinuro; die Ausgrabungsstätten von Velia geben Einlaß bis zum Sonnenuntergang.
Fahrt: von Santa Maria di Castellabate in südlicher Richtung entlang der Küstenstrasse bis Palinuro; dort zum Hafen hinab, die Grottenfahrten, jeweils vormittags und nachittags ab 15 Uhr sind ausgeschrieben; wir empfehlen Ihnen den Vormittag, da das Meer dann ruhiger ist.
Zurück geht es erneut über die Küstenstrasse, nächster Halt ist Marina di Ascea, man sieht bereits den aus dem Mittelalter stammenden Turm von Velia. Für den Besuch von Velia ist ein Blick in einen Führer ratsam, da viele Schätze dieser archäologischen Stääte noch nicht oder nur teilweise ausgegraben sind
Dauer: ganztags

Das Karthäuserkloster von Padula im Vallo di Diano

Die Kartause von San Lorenzo in Padula liegt etwa 1½ Autostunde von Santa Maria di Castellabate entfernt. Im Jahre 1296 gelangte Tommaso II. Sanseverino in den Besitz Padulas. Fasziniert von der Grangia di San Lorenzo des Abtes von Montevergine, wurde ihm diese in einem Tauschvertrag übertragen, die er sodann den Karthäusern von San Brunone zum Geschenk machte. Am 28. Januar 1306 begannen die Arbeiten am Karthäuserkloster von San Lorenzo, das sich dann im Laufe der Jahrhunderte zu seiner späteren Pracht entfaltete. Dank gelungener Restaurierungsarbeiten können wir heute den sich auf 52.000 qm. erstreckenden Gebäudekomplex in seiner ehemaligen Schönheit bestaunen ... Weitere Programmpunkte dieses Ausflugs sind ein Rundgang durch den Ort Padula, ein Besuch im Geburtshaus-Museum von Joe Petrosino, der sein Leben dem Kampf gegen die Mafia opferte und die Besichtigung des restaurierten Baptisteriums aus dem Jahre 306 "Giovanni in Fonte" längs der SS19 kurz nach dem Karthäuserkloster in Richtung Sala Consilina. Wer sich noch fit fühlt, kann in die Grotten von Pertosa fahren! Oder sich die alte Festungsstadt Teggiano anschauen.
Empfohlene Zeit: morgens
Fahrt: von Santa Maria di Castelabate in nördlicher Richtung die SS 18 bis nach Eboli; dort auf die Autobahn Richtung Reggio Calabria; Ausfahrt Buonabitacolo/Certosa di San Lorenzo/Padula. Organisation: einzeln kann man das Kloster auch ohne Anmeldung besichtigen, je nach Teilnehmerzahl ist eine solche aber unerlässlich. Tipp: In San Rufo isst man hervorragend im "Agriturismo Erbanito", ausgeschildert in Richtung Teggiano (bei Gruppen ist Vorbestellung nötig!). Dauer: ganztags

Die Calore-Schlucht und WWF-Oase - das Richtige für Naturliebhaber ...

Dieser Ausflug gibt einen tiefen Einblick in die reiche und abwechslungsreiche Natur des Cilento, die diese Region zu einer der schönsten ganz Italiens macht. Die Schlucht des Flusses Calore mit ihren steilen, überhängenden Kalkwänden ist heute ein paradiesisches Biotop: Erlen, Weiden, Steinbuchen-, Eschen- und Ahornwälder, Lorbeer- und Myrrhensträucher, Mastxbäume, wilde Erdbeeren und gelber Ginster und nicht zuletzt verschiedene Farnsorten. Zahlreiche Wege und Pfade führen durch diese wildromantische Landschaft und laden zu genüßlichen Spazierwanderungen ein. Eine Reihe von Holzbänken und -tischen laden zum Picknicken ein ... Empfohlene Zeit: früher Vormittag
Fahrt: von Santa Maria di Castellabate die SS18 in nördlicher Richtung; Ausfahrt Capaccio/Roccadaspide, nach Roccadaspide weiter Richtung Castel San Lorenzo; dort empfiehlt sich der Besuch der Weinkellerei "Cantina Sociale Val Calore", gute Weine zu günstigen Preisen, der Barbera verdient alle seine Auszeichnungen! Weiter geht die Fahrt dann nach Felitto, nach dem Ort geht links ab eine kleine Strasse, die in die "Oasi WWF" (ausgeschildert!) führt.
Dauer: ganztags

Interessante Schiffsfahrten

Die "Mètro del Mare" verbindet während der Sommermonate (ab Mitte Juni) Acciaroli (ca. 14km südlich von Santa Maria di Castellabate) täglich mit Capri (einfache Fahrzeit ca. 1 ½ Std.), desgleichen mit der Amalfiküste, ab Juli San Marco di Castellabate mit Salerno im Norden und Sapri im Süden. Die Fahrkarte berechtigt 45min. vor und nach der Fahrt mit der "Metrò del Mare" zur kostenfreien Benutzung der an der Initiative beteiligten öffentlichen Verkehrsmittel.

Der "CilentoExplorer" fährt von Acciaroli oder San Marco di Castellabate (je nach Teilnehmerzahl) die Küste bis Palinuro bzw. Baia degli Infreschi bei Marina di Camerota entlang; im Preis inklusive ist die Grottenfahrt in Palinuro und der ca. 2-stündige Badeaufenthalt an einem kleinen Strand; an Bord befinden sich ein Sonnendeck, Duschen, Toiletten und eine Getränkebar. Der Ausflug ist ganztägig, der Preis ca. 25,00 EUR, für Gruppen gibt es je nach Teilnehmerzahl Ermäßigung. Ein besonderes Erlebnis sind die Sommernachtfahrten!

Bootsfahrten (ca. 2-3 Std.) in der Bucht von Castellabate mit der kleinen Insel Licosa sind erfahrungsgemäß sehr beliebt, man kann baden, schnorcheln und schöne Fotos von der Küste machen; weiter werden angeboten Fahrten mit Fischerbooten. Informationen am Hafen von San Marco di Castellabate.

Sonstiges
Eintägige Tauchkurse inkl. Ausrüstung und Unterwasserfoto (ca. 50,00 EUR)
Reiten (ca. 15,00 EUR pro Stunde) Ausritte mit Pferd und/oder Esel ... u.v.m. Preise ohne Gewähr!

Informationen bei www.urlaubimcilento.de!




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